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BeitragVerfasst: Di 06.05.2008 12:29 
Ich hab mal eine Frage: ich hoffe jemand kennt sich damit aus:

Gibt es qualitative oder monetäre Unterschiede, wenn Brandschutz eigenständig ausgeschrieben ist und nicht im Rahmen der gängigen Gewerke wie Elektro, Sanitär, etc.?

Wer hat damit schon Erfahrungen gesammelt?

Grüße

Kai


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 06.05.2008 16:42 
ich vermute mal, mit "brandschutz" meinst du in diesem fall vorwiegend brandschottungen, oder?

wenn ja, dann ist zumindest qualitativ nicht so viel spielraum. entweder die ausführung entspricht der zulassung, oder eben nicht (in beiden fällen steht derjenige in der pflicht, der die schottung eingebracht hat).

wenn man diese leistung getrennt ausschreiben würde (was sich ja auch nur bei einem gewissen mindestumfang lohnt), könnte man sicher auch von einer kostengünstigeren ausführung ausgehen (unterm strich).
ich bin aber der meinung, dass dies nicht sinnvoll ist, da sich zu viele probleme an der leistungsschnittstelle zwischen den technischen gewerken und dem errichter der brandschottungen ergeben. der eine hat vllt. die leitungen nicht richtig verlegt, der andere die schotts zu früh zugemacht, usw. usv. ...

aus meiner sicht sollte das je gewerk aus einer hand kommen, um die verantwortlichkeiten nicht unnötig zu zerfleddern.

gruß
jela


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 15.05.2008 16:58 
Zitat:
Wer hat damit schon Erfahrungen gesammelt?


Was besser ist oder nicht, darüber lasse ich mich nicht aus.

Nur aus erfahrung kann ich sprechen, und die sieht so aus :
Der Eli macht seine Brandschutz (verkaufs)schulung , und ist der zertifizierte Fachmann. Der Rest wird tot geschwiegen.
Ich muss zwangsläufig hinschauen, auch ich habe etwas mit der Schnittstelle zu tun, sage ich nix habe ich ein schlechtes gewissen, sage ich was, so passiert auch nix. Es ist schon bewundernswert, wie leichtsinnig damit umgegangen wird.
50 % aller dieser " aus einer Hand " kommenden Schottungen die ich bisher gesehen habe waren schlichtweg beschissen, S 0 , R 0 , L 0 u.s.w.

Verantwortlichkeit durch zerfleddern ?

vor oder nach dem
Schadensfall ?

Peeder


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 Betreff des Beitrags: MEINE ERFAHRUNG
BeitragVerfasst: Fr 16.05.2008 10:11 
Meine Erfahrungen sind hier für beide Varianten verschieden gleich gut oder schlecht.

Es kommt letztendlich immer auf die ausführende Firma an und deren Qualifikation. Und natürlich von der Größe eines Projektes.

Vom Grundsatz würde ich empfehlen Abschottungen eher im Zusammenhang mit dem Gewerk auszuschreiben.
Elektriker schottet seine Leitungen ab (in den meisten Fällen beauftragt er hierzu eine Fachfirma).
Lüfter die seinigen etc.....
Hierbei werden einfach zusätzliche Koordinationsschnittstellen für den Gesamtbauleiter vermieden.

Die Problematik zur Beurteilung der Ausführungen liegt bei allen Fällen meiner Meinung nach im Bereich einer qualifizierten Abnahme bzw. Prüfung der Abschottungen.

Bei größeren Bauvorhaben empfehle ich grundsätzlich geeignete Sachverständige oder eben qualifizierte Sachkundige mit zu beauftragen.
z.B. Elektro-Gewerk wird im gesamten einschliesslich der Abschottungen von einem Elektro-Sachverständigen geprüft.
Lüftung und sonstige Leitungsführungen dto. etc.
Das empfiehlt sich auch für die ausführenden Firmen für ihr Gesamtgewerk.
Der Ärger ist immer dann festzustellen, wenn Ausführungen von einem Bauleiter oder Fachplaner oder Fachbauleiter in einem überschneidenden Bereich abzunehmen sind oder zu beurteilen sind und da eventuell nicht die Erfahrung vorliegt oder einfach der Riegel runtergeht, das andere Gewerk intressiert mich nicht (habe ich natürlich Verständnis bei dem Kosten- und Zeitdruck, der vielmals vorhanden ist).

Im Gesamten empfiehlt es sich auch einen Brandschutzsachverständigen mit einzuschalten, der die gesamten brandschutztechnischen Ausführungen in der Ausführungsplanung und der baulichen Umsetzung überwacht und letztendlich die Übereinstimmung mit der Genehmigung attestiert.

Hier liegen meine besten Erfahrungen in der Umsetzung, Ausführung und letztendlich Abnahme beim BRA.
Diese Kosten für die SV haben sich meiner Meinung nach in den mir bekannten Fällen eigentlich immer bezahlt gemacht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 16.05.2008 11:00 
Erstmal Danke für die Antworten.

Das größte Argument gegen eine eigenständige Brandschutzausschreibung scheint der zusätzliche Koordinationsaufwand zu sein.
Wie sieht es denn mit dem Argument aus, dass, wenn die Verantwortlichkeit für das Verschließen von Öffnungen bei EINEM Gewerk liegt, die Einheitlichkeit der Systeme garantiert werden kann?
Ich hab gelesen, dass es durch die Verwendung von unterschiedlichen Systemen, wie es häufig der Fall ist, wenn mehrere Gewerke ihre eigene Fachfirma beauftragen, zur verwendung unterschiedlicher Systeme kommt, was eine Nachbelegung durch ein anderes Gewerk verkompliziert?
Klar gibt es in der Ausschreibung die Möglichkeit, einen Hersteller vorzugeben, allerdings gibt es da ja den Zusatz "oder vergleichbares" auf den auch oft zurückgeriffen wird (weil z.b. nur für anderen Hersteller geschult) und somit wieder unterschiedliche Systeme verwendet werden?


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 Betreff des Beitrags: Meine Antwort
BeitragVerfasst: Fr 16.05.2008 11:52 
In Bezug auf die Gefahr der Nachbelegungungen durch verschiedene Firmen würde ich dann grundsätzlich auf ein einheitliches Abschottungssystem vertraglich bestehen.

Sonst ist der Ärger vorprogrammiert.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 16.05.2008 17:59 
Zitat:
Im Gesamten empfiehlt es sich auch einen Brandschutzsachverständigen mit einzuschalten
die beste Lösung.

Zitat:
Elektriker schottet seine Leitungen ab (in den meisten Fällen beauftragt er hierzu eine Fachfirma).
Lüfter die seinigen etc.....
Wenn jeder sein eigenes loch hat, OK, Praxis, ein Loch, alles durch.

Der Eli baut sein Plattenschott, halbe, der Lüfti sein Rohrschott n. br.Rohre, der Sanie sein Abwasserrohr R 90

klasse Argument !

Peeder


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